Ein reisender Gitarrevirtuos, der 1816 im "Müller'schen Gebäude in der Rothenthurmstraße" ein Privatkonzert gab. Wie solche Modedarbietungen mitunter ausarteten, kann aus dem Programm ersehen werden: "1. Große Sonate für zwei Guitarren; komponiert und gespielt von Karl Töpfer und Franz Cachée. 2. Europas Schicksal in seiner Hand, ein freyes deutsches Lied, gedichtet und gesprochen von Töpfer. 3. Adagio und Variationen für Violine und Guitarre von Rode, vorgetragen von Joh. Gehring und Cachée. 4. Fantasie für die Guitarre allein, von Töpfer. 5. Großes Trio für Violine und zwei Guitarren (Potpourri). 6. Aufforderung zum Gesang, Gedicht in Hexametern von Töpfer. 7. Variationen für zwei Guitarren." - "Est lis inter judices", bemerkt die Leipz. allg. mus. Ztg., "ob Composition, Dichtung oder Vortrag erbärmlicher zu nennen sey". - Ein weiteres Konzert bezeichnet Töpfer als tüchtigen Gitarristen (Wiener allg. mus. Ztg., I. Jahrg., pag. 133), rügt aber die Manier, die "nur dem Landjunker in der Residenz erlaubt sein dürfte, mit übereinandergelegten Beinen sich vor dem resp. Auditorium zu produzieren".