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Franz Tandler.

Tandler, zweifellos ein bodenständiger Wiener, ist bisher fast nur durch das öftere und ehrende Gedenken Molitors, der jenem in herzlicher Freundschaft zugetan gewesen sein mochte, bekannt geworden; [1] in keinem der großen Lexika ist Tandlers Name zu finden. Molitor sagt über Tandler, daß dieser "die gewöhnliche sechssaitige Gitarre nicht bloß mit seltener Fertigkeit, sondern auch nun ganz in jener vollkommenen Manier behandelt, welche allein den Kenner vergnügen, und als Muster der guten Spielart aufgestellt werden kann". Molitors Mustersonate für die Gitarre, op. 7, ist denn auch Tandler gewidmet und dieser hinwiederum hat dem Werke ein Porträt des Autors mit kurzer Gegenwidmung als Beiblatt hinzugefügt. Die ersten Werke Tandlers (op. 2-4) verzeichnet die Leipz. allg. mus. Ztg. in den Jahrgängen 1805 und 1806. Der XIII. Jahrgang rezensiert einen Variationszyklus für Gitarre allein als "dem Instrumente angemessen erfunden und einige (scil. Variationen) nichts weniger als gewöhnlich". Molitor und Matiegka ehrten den verstorbenen Gitarrespieler durch je einen "Trauermarsch auf den Tod Tandlers" für Sologitarre.

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[1] Ebenso Magistratsrat Joseph v. Fauner, über dessen gitarristisches Wirken keine weiteren Mitteilungen vorliegen.


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