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Franz Stoll.

Eine durchgreifende Bearbeitung der Wiener Gitarristik nach der Vorbereitungszeit wird zu beurteilen haben, ob der Virtuosenzeit als dritter Hauptvertreter St. dem Giuliani und Legnani anzureihen sei; er ist jedenfalls der bedeutendste bodenständige Wiener Gitarrist. Zu Wien 1807 geboren, wurde er über Verwendung des Grafen Franz Palffy Schüler des älteren Schulz und trat erstmalig [1] im Jahre 1825 in zwei selbständigen Konzerten an die Öffentlichkeit, fand aber wenig Beachtung, da "der Concertgeber solchen Kompositionen (Giulianis) zur Stunde noch nicht gewachsen" war; gleichen Erfolg hatte eine im nächsten Jahre mit Spina gebrachte Darbietung. Ein Jahrzehnt lang bereiste er Deutschland, Rußland, Holland, Dänemark und Frankreich, kehrte ausgereift als trefflicher Meister seines Instrumentes nach Wien zurück und spielte hier 1836 und 1837 in stark besuchten Konzerten: "Das Wiedersehen nach langjähriger Trennung war ein vaterländisches Fest." - Über Stolls Konzerte berichten: Die Leipz. allg. mus. Ztg. XXVII., pag. 191 u. 842 (Wien); XXVIII., pag. 314 (Wien); XXXV., pag. 62 (Berlin); XXXVII., pag. 851 (Leipzig); XXXVIII., pag. 137 (Hamburg); pag. 246 (Prag); pag. 464 u. 550 (Wien); XXXIX., pag. 145 (Wien); XLI., pag. 519 (München mit Legnani); XLVIII., pag. 304 (Frankfurt); der allg. mus. Anzg.: VII., pag. 55 (Köln); pag. 83 (Hamburg); VIII., pag. 27 (Dresden); pag. 56 (Wien); IX., pag. 48 (Grätz); XII., pag. 124 (Hamburg).

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[1] Die Berichte nennen Stoll "Musikdirektor aus Wien".


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