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Wilhelm Klingenbrunner.

Nach Wurzbach (12. Bd., pag. 100) war Klingenbrunner zu Wien am 27./X. 1782 geboren, bei den niederösterr. Landständen als Kassabeamter bedienstet und benützte die Muße seines Berufes zur Ausbildung in der Musik und zu literarischen Arbeiten. Sein Lieblingsinstrument war die Flöte; für diese und den Czakan (böhmische Stockflöte) sind seine meisten Werke geschrieben. Doch griff er auch frühzeitig zur Gitarre; schon um 1800 verfaßte er als "R. Klinger" im Vereine mit Molitor eine Gitarreschule unter dem Titel: "Versuch einer vollständigen methodischen Anleitung zum Guitarrespielen nebst einem Anhange, welcher das Nothwendigste von der Harmonielehre nach einem vereinfachten Systeme darstellt". Der II. Jahrg. der Wiener mus. Ztg. registriert eine periodische Publikation Klingenbrunners "Petit Journal p. l. Csakan, par Guit" mit je 20 Musikstücken und bespricht das 5. und 6. Heft im günstigen Sinne. Unter dem Pseudonym W. Blum verbirgt sich K. als Bühnenschriftsteller; seine im Drucke nicht erschienenen dramatischen Versuche waren für das Leopoldstädter Theater bestimmt. Mit Matiegka stand er auf freundschaftlichem Fuße; im Archive der Gesellschaft der Musikfreunde erliegt eine handschriftliche Biographie desselben, gezeichnet: W. Klingenbrunner, 26. März 1826.

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