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Karl von Gärtner.

Aus Kassel gebürtig, hatte er seine musikalische und gitarristische Ausbildung in Venedig erhalten. Von seinem später gewählten Aufenthaltsort in Paris aus unternahm er Reisen durch Rußland und Deutschland, spielte in Wien am 19./IV. 1824 im landständischen Saale unter anderem einen Fandango per chitarra sola "nach spanischer Weise mit Nachahmung des Tambourin de Basque". Die Nummer 8 des Programmes weist eine "große Fantasie für Guitarre allein, theilweise gespielt ohne den Gebrauch der rechten Hand" auf, ein Kunstkniff, mit welchem Legnani früher schon Aufsehen gemacht hatte. "Wir machten hier", schreibt die Kritik darüber, "ganz unerwartet eines reisenden Guitarrespielers erste Bekanntschaft, sehnen uns aber nicht im geringsten nach einer Fortsetzung derselben". (Leipz. allg. mus. Ztg., XXVI. Jahrg., pag. 284.) Nichtsdestoweniger folgte ein zweites Konzert bald darauf im Kärntnertortheater, bei welchem der Berichterstatter sein erstes Urteil über Gärtner als Virtuose bekräftigte. Einer Leipziger Veranstaltung gedenkt noch die allg. mus. Ztg. im XXXI. Jahrg., pag. 246.

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